absorbiert wird, während die kurzwellige Strahlung zur Erdoberfläche durchgelassen wird. Daraus ergibt sich die auf der Erde angenehme Durchschnitts- temperatur von 15° C, anstatt der wenig angeneh- men 18° C, die wir sonst hätten. CO2 ist wegen sei- nes hohen Anteils in der Erdatmosphäre das wich- tigste Treibhausgas und trägt mit 9-26 Prozent nicht unerheblich zu unserem Klima bei. Weniger CO2 – Warum? Das Problem, vor dem die Menschheit im Moment steht ist, dass der CO2–Gehalt in der Atmosphäre stetig ansteigt. Unser Klima ist gezeichnet von im- mer wieder kehrenden, massiven Schwankungen des CO2-Anteils. Während der Anteil vor circa 300 Millionen Jahren, im Karbon, noch angenommene 1400 ppm (parts per million) betrug, war er in den letzten 400.000 Jahren nie höher als 381 ppm. In den letzten 10.000 Jahren hatten wir sogar kons- tante Werte von circa 280 ppm. Ein Wert, der uns definitiv keine Sorgen machen müsste, wäre er so geblieben… Seit dem 19. Jahrhundert steigt der Kohlendioxid- Anteil wieder an, und zwar laufend. Dies liegt am starken Bevölkerungswachstum der letzten Jahr- hunderte. Immer mehr Menschen brauchen immer mehr Häuser, immer mehr Straßen, Geschäfte und Arbeitsplätze. Für all dies benötigt man Baugrund. Wald und Grünland müssen weichen. All das CO2 welches von uns Menschen „ausgestoßen“ wird, verbleibt zur Hälfte in der Atmosphäre, da es nicht mehr von den natürlichen CO2-Senkern umgewan- delt werden kann. Es ist einfach zu viel. Die Aufnahmefähigkeit des Pflanzenreichs nimmt ebenfalls ab. Dies hat zur Fol- ge, dass ein so genannter Treibhauseffekt einsetzt, und sich in weiterer Folge das Klima erwärmt (siehe auch de.wikipedia.org). Die Wissenschaft hat festge- stellt, dass bereits in den letzten Jahren (besonders seit 1990) die Durchschnittstemperatur der Atmo- sphäre und der Meere stark angestiegen ist. Und man rechnet mit weiterer Erwärmung in der Zukunft. Die globale Erwärmung ist jedoch nicht zu verwech- seln mit dem Klimawandel: Globale Erwärmung wird von der Menschheit ausgelöst, die durch das Verbrennen von fossilen Energieträgern wie Erdöl oder Erdgas die Zusammensetzung der Erdatmo- sphäre ändert und somit zuviel Kohlenstoffdioxid und weitere Treibhausgabe freisetzt. Der Klimawan- del hingegen ist ein natürliches Phänomen, bei dem sich das Klima der Erde von selbst und in natürli- chem Rahmen verändert. Ein halbwegs offenes Ohr und Auge in die Politik und die Medien lässt keinen Zweifel daran, dass es höchste Zeit wird, etwas zu tun! Energie sparen heißt Energieträger schonen Was versteht man eigentlich unter dem Schlagwort „Energie sparen“? Um Energie zu sparen, muss man den Verbrauch an Energieträgern reduzieren. „Mit dem Ausdruck Energieträger werden im engeren Sinn Rohstoffe oder Stoffe bezeichnet, die in chemi- scher oder nuklearer Form Energie speichern und daher für die Energiegewinnung oder den Energie- transport nutzbar gemacht werden bzw. werden können. Im erweiterten (politischen) Sprachge- brauch werden als Energieträger auch Energiequel- len bezeichnet (z. B. Geothermie, Solarenergie, Was- serkraft etc.), die zwar zur Energiegewinnung geeig- net sind, aber keinen Energieträger im engeren Sinn darstellen.“ (de.wikipedia.org) Zu den fossilen, also verbrauchbaren und nicht erneuerbaren Energieträgern zählt man: ■ Kohle (Steinkohle, Braunkohle) ■ Torf ■ Erdöl ■ Ölsande/Ölschiefer ■ Erdgas ■ Gashydrat (noch ungenutzt auf dem Meeresboden) 15 Energie & Umwelt
