FHK-2009/2010

Kompakt ist billiger Die Gebäudeform, Gebäudeausrichtung und der Ge- bäudetyp beeinflussen den Bedarf an Energie. Ein kompaktes Gebäude hilft, Energie zu sparen. Dies geschieht dadurch, dass die Außenfläche eines sol- chen Gebäudes im Gegensatz zum Rauminhalt eher klein ist. Das heißt: Verschachtelungen, viele Vor- und Rücksprünge, Erker und Verwinkelungen erhöhen den Energiebedarf. Eine einfache Gebäudeform bewirkt das Gegenteil. Legt der zukünftige Hauseigentümer nichts desto trotz Wert auf genau diese Gestaltungs- merkmale, so muss auf jeden Fall an eine ausrei- chende Wärmedämmung gedacht werden. Die richtige Richtung Durch die architektonische Ausrichtung des Gebäu- des lässt sich eine große Menge an Energie einspa- ren. Um die Sonneneinstrahlung ausgiebig nutzen zu können, sollte das Gebäude gen Süden gerichtet sein. Große Fensterflächen in dieser Himmelsrich- tung sorgen für Wärmegewinne und helfen so, in weiterer Folge Heizenergie zu sparen. Auch Wohn- und Kinderzimmer, also Räume, in denen sich tagsüber oft Menschen aufhalten, soll- ten südlich ausgerichtet werden. Nebenräume, wie etwa Abstellraum oder das Treppenhaus können ohne weiteres auf der Nordseite geplant werden. Eine eigene Solaranlage am Dach gehört heute schon fast zum guten Ton. Diese Alternativenergie ist dank verschiedenster Förderungen und guten Preisen am Markt für beinahe jeden Hausbesitzer inzwischen erschwinglich, und die Ausgaben amor- tisieren sich innerhalb kürzester Zeit. Solaranlagen sollten natürlich auch immer auf süd- lich ausgerichtete Dächer montiert werden, da sie dann am längsten und meisten Sonne abbekom- men. Zusätzlich sollte auf eine weitgehende Ver- meidung von schattenwerfenden Gebäuden oder Bäumen geachtet werden. Zwar geben die Um- gebung sowie ein Bebauungsplan meist die Ge- bäudeausrichtung vor, jedoch kann mit einer ge- schickten Planung auch auf ungünstigen Grund- stücken äußerst energiesparend geplant und gebaut werden. Moderne Bauweisen – Besser in einer Reihe als allein Wie bereits angesprochen, verringert eine kleinere Außenfläche den Energieverbrauch maßgeblich. Dies schlägt sich auch bei freistehenden Häusern nieder. So sind etwa Doppelhäuser kompakter als freistehende Gebäude. Noch vorteilhafter ist das Verhältnis bei Reihenhäu- sern. Es konnte nachgewiesen werden, dass eine Reihenbebauung bei gleicher Konstruktion weniger Energie verbraucht, als ein freistehendes Haus. Eine energieeffiziente Bauweise bietet ein um vieles an- genehmeres Bauklima als bisher übliche Neubaut- en. Dies macht sich für die Bewohner bemerkbar durch: ■ Höhere Oberflächentemperaturen, welche durch wärmere Innenseiten der Außenwand, des Daches, der Bodenplatten und der Fenster her- beigeführt werden. ■ Weniger Zugluft, die durch sehr gut abgedichtete Fugen und Bauteilanschlüsse erzielt wird. Foto:www.pixelio.de 17 Energie & Umwelt

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