18 Energie & Umwelt ■ Mehr Licht und Wärme: Große, nach Süden aus- gerichtete Fenster erhöhen die Wärmegewin- nung und leuchten die Räume sehr gut mit Tageslicht aus. ■ Bessere Luft: Durch den Einbau von Pollenfiltern in die automatischen Lüftungsanlagen wird die Luftqualität in den Wohnräumen erheblich ver- bessert. Neben den durchaus hohen Ausgaben, die für Bau- planung und vor allem Baurealisierung anfallen, sind es in weiterer Folge vor allem die laufenden Kosten, die ein Hauseigentümer möglichst niedrig halten möchte. Gerade die Energiekosten fallen durch stei- gende Rohstoffpreise in den letzten Jahren immer weiter an. Das heißt, dass neben dem Bedürfnis der Umwelt- schonung vor allem auch die eigene finanzielle Si- tuation ausschlaggebend dafür sein kann, sich für Energiesparmaßnahmen zu entscheiden. Die Inves- tition in eine Solaranlage oder in eine modernere, bessere Wärmeisolierung kann demnach die Be- triebskosten in den künftigen Jahren um ein Viel- faches senken. Tageslicht-Architektur Bei der Tageslicht-Architektur geht es darum, vorhan- denes Tageslicht so gut wie möglich zu nutzen. Man verabschiedet sich langsam von abgeschlossenen, künstlichen und klimatisierten Innenwelten und öff- net sich in Richtung Einheit mit der Umgebung. Tageslicht soll so lange und oft wie möglich am Tag das elektrische Licht, und damit den Strom ersetzen. Diese Idee setzt sich durch beginnend beim ersten Entwurf, der Fassadenplanung bis hin zum Innen- ausbau. Tageslichttechnik spielt in der heutigen, mo- dernen Architektur eine größere Rolle denn je und er- fordert die Zusammenarbeit aller Gewerbe und aller Arbeitenden am Bau – von der Planung über die ge- samte Bauzeit bis hin zum Einzug in das Gebäude. Ökologisch Bauen Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten wie ein Haus ausgeführt sein kann, um dem Prinzip der Nachhal- tigkeit und Umweltfreundlichkeit zu entsprechen. Im folgenden haben wir für Sie die wichtigsten Vertreter näher beleuchtet: Niedrigenergiehaus Niedrigenergiehäuser sind Wohngebäude mit einer Energiekennzahl von ca. 45-25 KWh/m2 a. Eine ge- naue Festlegung gibt es hier nicht. Durch die stän- dige Verbesserung von Baukomponenten, höhere Dämmstandards etc. ist das Niedrigenergiehaus heute Baustandard. Praktisch alle Gebäude, die eine erhöhte Wohnbauförderung erreichen wollen, sind in Niedrigenergiebauweise ausgeführt. Da genaue Definitionen über die geforderte Luftdichtheit, Wär- mebrückenfreiheit und Wärmedurchgangswerte, beispielsweise bei Fenstern fehlen und auch keine Festlegungen bezüglich der Effizienz der Haustech- nik vorliegen, können Niedrigenergiehäuser bei glei- cher rechnerischer Energiekennzahl hinsichtlich Kom- fort und Energieverbrauch erheblich voneinander abweichen. Drei-Liter-Haus Das Drei-Liter-Haus ist eine Untergruppe des Niedrig- energiehauses. Die Energiekennzahl von < 30 KWh/ m2 a wurde hier in Liter Öl umgelegt. Da 3 Liter Öl ca. 30 KWh entsprechen, spricht man von einem Haus,
