FHK-2009/2010

Die Samen haben erstens eine unterschiedliche Keimdauer und zweitens ein unterschiedliches Ge- wicht. Wer nicht mischt riskiert, dass Samen kom- plett von einer Stelle wegfliegt. Wenn Sie mit der Hand säen, sollten Sie die Fläche in Streifen aufteilen. Einfacher geht es mit dem Streu- wagen, den Sie auch zum Düngen verwenden kön- nen. Auf den Packungen finden Sie die Menge pro Quadratmeter. Diese ist auch Hinweis auf die Qualität des Saatgutes. Je minderwertiger diese ist, desto mehr Samen pro Quadratmeter ist in der Anleitung angegeben. Nach der Aussaat wird das Saatgut etwa 0,5 Zenti- meter tief in den Boden eingearbeitet, am besten mit einem feinen Rechen. Rasensamen brauchen einerseits Licht zum Keimen, andererseits sind sie begehrtes Futter für Vögel und trocknen leicht aus. Deshalb muss die Neusaat stets feucht gehalten wer- den, auch wenn sich schon das erste zarte Grün zeigt. Denken Sie an die unterschiedliche Keimungs- dauer! Hilfe bekommt die Saat durch „Starterdünger“. Übriges Saatgut können Sie bis zu zwei Jahre an einem trockenen Ort aufbewahren. Wenn der Rasen etwa acht Zentimeter hoch ist, können Sie das erste Mal mähen. Allerdings sollten Sie am Anfang nicht unter fünf Zenti- meter schneiden, um die Jungpflanzen nicht zu ge- fährden. Wenn Sie Fertigrasen verlegen, muss die Flä- che genauso sorgfältig vorbereitet werden. Niemals darf Fertigrasen auf alten Rasen verlegt werden. Wiesenblumen statt Einheitsgrün Auch wer eine Blumenwiese statt Einheitsgrün will, kann sich nicht aufs Nichtstun beschränken. Wenig Erfolg bringt meist eine handelsübliche Mischung, da die meisten Pflanzenarten auf dem Boden, den sie vorfinden, nicht keimen. Besser ist es, sich eine individuelle Mischung von der Gärtnerei, je nach Bodenart, zusammenstellen zu lassen. Nur einige Beispiele: In sandigen Böden gedeiht zum Beispiel Schafgarbe oder Labkraut, in kalkhaltigen Margarite oder die Wiesen-Flocken- blume. Die rote Nichtnelke liebt humöse Böden. Eine Blumenwiese mag es nährstoffarm, als Dünger braucht sie höchstens garteneigenen Kompost. Und sie liebt Sonne. Wer allerdings die Wiese neben seinem Zierrasen wünscht, wird letzteren nicht mehr lange genießen können: Eine Blumenwiese besteht zu einem gro- ßen Teil aus „Unkräutern“. BAUFIBELWohnen - Einrichten - Garten Nähere Informationen erhalten Sie unter www.fertighauskatalog.at 227 Foto:Stihl024_pixelio.de Foto:Cornerstone_pixelio.de

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