15 ENERGIE UND UMWELT – WAS SIE NICHT VERGESSEN SOLLTEN ➤ Haben Sie unterschiedliche Temperaturen in Ihrem Haus/Wohnung? Je nach Raumnutzung gibt es auch verschiedene Wohlfühl- temperaturen. So sollte das Schlafzimmer nie mehr als 16 bis 18 Grad haben, währen Wohnzimmer und Kinderzimmer um die 20 Grad aufweisen sollten. Das Badezimmer kann gut und gerne 24 Grad haben. Und vergessen Sie nicht: schon ein Grad weniger spart bis zu 6 Prozent Energie! ➤ Gluckert einer Ihrer Heizkörper? Wenn JA, dann ist es höchste Zeit, Luft abzulassen. Das Gluckern kommt von einem Luftpolster, der die Zirkulation verhindert. Öffnen Sie mit dem passenden Schlüssel das Ventil am Heiz- körper, halten Sie ein Gefäß darunter und warten Sie solan- ge, bis keine Luft sondern wieder Wasser rauskommt. Dann verschließen Sie das Ventil wieder. Luft in der Hei- zungsleitung kann bis zu 15 Prozent Energie verprassen, al- so achten Sie öfters darauf, ob der Heizkörper wieder entlüf- tet werden muss. Beleuchtung ➤ Verwenden Sie Energiesparlampen? Durch die richtige Verhaltensweise und technische Voraus- setzungen könnten in österreichischen Haushalten bis zu 50 Prozent an Energie aufgrund der Beleuchtung gespart werden. Die herkömmliche Glühbirne etwa verwandelt 90 bis 95 Pro- zent der elektrischen Energie in Wärme und nur den kleinen Rest in Licht. Nicht unbedingt effizient… Energiesparlampen hingegen sind zwar teurer in der An- schaffung und beim Einschalten bringen einige Modelle auch nicht, wie herkömmliche Glühbirnen, sofort die volle Leucht- kraft. Die moderne Energiesparlampe hält rund 8 mal länger als eine Glühbirne und ihre Lichtausbeute ist rund 5 mal hö- her. Der Verbrauch ist um rund 80 Prozent geringer, was die höheren Anschaffungskosten in kürzester Zeit amortisiert. Trotzdem sollten Energiesparlampen nur in Räumen einge- setzt werden, in denen das Licht über längere Zeiträume hin- weg angeschaltet bleibt, da sich die Schalthäufigkeit auf die Lebensdauer der Lampen auswirkt. Es empfiehlt sich in jedem Fall, zwischen Ein- und Ausschal- ten zumindest drei Minuten verstreichen zu lassen! Haushalt und tägliches Leben ➤ Lassen Sie beim Kochen den Deckel auf dem Topf? Das Kochen ohne Deckel verbraucht bis zu 30 Prozent mehr Energie. Dies gilt für Elektro- und für Gasherde gleichermaßen. Wird der Topf „zugedeckt“, so bleibt die Wärme innen und die Kochdauer verringert sich deutlich. Probieren Sie es aus: Für das Kochen von 1,5 Litern Wasser benötigen Sie ohne Deckel drei Mal so lange wie mit Deckel! ➤ Verwenden Sie einen Druckkochtopf? Die Umwelt würde es Ihnen danken! Denn mit einem Druck- kochtopf lassen sich bei der Zubereitung von Speisen, die eher lange brauchen (Gulasch, Rindfleisch, Kartoffeln) an die 50 Prozent Energie sparen. Grund dafür ist die Zeitersparnis aufgrund des hohen Druckes im Inneren des Topfes, sowie die geringere Hitze, auf der gekocht werden muss. ➤ Heizen Sie Ihr Backrohr vor? Tun Sie dies nur, wenn es das Rezept auch wirklich ausdrück- lich verlangt. Wenn Sie mit Heißluft arbeiten, können Sie sich ein Vorheizen überhaupt sparen. Wie bei den Herdplatten, bleibt auch im Backrohr die Hitze erhalten, nachdem die Temperatur auf Null geschalten wurde. Sie können dies ausnutzen, indem Sie einfach 10 Minuten vor dem eigentlichen Backende den Ofen ausschalten und die noch vorhandene Wärme den Rest erledigen lassen.
