16 ENERGIE UND UMWELT – WAS SIE NICHT VERGESSEN SOLLTEN ➤ Haben Sie einen Geschirrspüler? Nein? Dann legen Sie sich einen zu. Speziell wenn in Ihrem Haushalt mehr als 2 Personen leben. Die Maschine benötigt wesentlich weniger Wasser als beim Abwaschen per Hand verbraucht wird. Verzichten Sie auch auf das Vorreinigen des Geschirrs, bevor es in den Geschirr- spüler gestellt wird. Dies verbraucht nur unnötig Wasser und Energie. Und schal- ten Sie den Geschirrspüler erst ein, wenn er wirklich voll ist. Besser einmal voll, als zweimal halb! Stellen Sie eine mög- lichst geringe Temperatur ein, und achten Sie beim Kauf auf Wasserverbrauch und Energieeffizienz des Gerätes! ➤ Kennen Sie die Effizienzklasse Ihres Kühlschrankes? Seit dem Jahr 1995 muss jedes Elektrogroßgerät mit dem so genanten „Energiepickerl“ ausgestattet sein. Dieses definiert den Energieverbrauch des jeweiligen Ge- rätes. Die Unterteilung erfolgt in 5 Kategorien. Energieeffizienz A++ ist die beste Klasse, die ein Gerät errei- chen kann, während Stufe G für „sehr großen Energiever- brauch“ steht. Also wagen Sie einmal einen Blick in Ihren Kühlschrank. ➤ Ist Ihr Kühlschrank an den Seiten oder der Rückwand vereist? Es muss nicht sein, dass Ihr Gerät kaputt ist. Vielleicht ist die übermäßige Eisproduktion auch auf Ihr Fehlverhalten zurück- zuführen. Denken Sie daran, die Tür des Gerätes nie länger als unbe- dingt nötig offen zu lassen. Kalte Luft ist nämlich schwerer als warme und „rinnt“ demnach sofort aus dem Kühl- schrank. Die Luftfeuchtigkeit aus der Küche dringt sofort in den Kühl- schrank ein, kondensiert an den kalten Stellen und führt dann zur Vereisung. Auch das Kühlen noch warmer Speisen führt zur ungeliebten Eisbildung im Kühlschrank. Lassen Sie die Speisen unbedingt außerhalb auskühlen, und stellen Sie sie erst in das Gerät, wenn sie gute Raumtemperatur erreicht haben. ➤ Haben Sie tropfende Wasserhähne? Abgesehen davon, dass so ein stetes Tropfen die Nerven durchaus strapazieren kann, ist auch der Wasserverbrauch nicht unerheblich! Ein tropfender Wasserhahn vergeudet 10 Tropfen pro Mi- nute, das sind 170 Liter Wasser im Monat, und über 2000 Liter Wasser im Jahr! ➤ Haben Sie einen Wäschetrockner? Elektrische Wäschetrockner sind wahre Stromfresser! Eruie- ren Sie also, ob dieses Gerät in Ihrem Haushalt auch wirklich vonnöten ist. Falls Sie sich nicht vom Trockner trennen können, so achten Sie wenigstens darauf, dass die Wäsche zuvor gut geschleu- dert wurde, damit die Restfeuchte möglichst gering ist, wenn die Wäsche von der Maschine in den Trockner kommt! ➤ Baden Sie öfter als dass Sie duschen? Besser für die Umwelt und Ihr Geldbörserl wäre es umge- kehrt. Duschen ist nämlich deutlich billiger als Baden. Ein Vollbad kostet rund 3x soviel, wie eine sechs Minuten Dusche. Sinnvoll wären auch Wasserspararmaturen und Sparbrauseköpfe, da diese bis zu 30% weniger Wasser durchlassen und somit auch verbrauchen! Aber ab und zu ein Vollbad sollten Sie sich trotzdem gönnen, schon alleine um Ihre persönliche Energiebilanz auszugleichen!
