10:42:05 - Bauhandbuch 2009

UMWELTSCHUTZ 10 Umweltschutz durch geringere Emission Kyoto – eine Stadt – ein weltweites Ziel Im Dezember 1997 wurde von mehr als 100 Ländern ein Vertrag unterzeich- net, der sich konkrete Schritte gegen die voranschreitende Klimaverände- rung zum Ziel gesetzt hat. Die EU verpflichtete sich im Rahmen dieses Vertrages, die Treibhausgas- Emissionen bis 2012 um 8% unter das Niveau von 1990 zu reduzieren. Öster- reich allein hat sich laut EU-Burden- sharingagreement auf 13% verpflichtet. Das Problem, das inzwischen keinem mehr fremd sein dürfte ist, dass die Erwärmung der Erde stetig voran- schreitet. Klimamodelle sagen voraus, dass die globale Temperatur unter Einbezug der derzeitigen Emissionswerte bis zum Jahr 2100 um 3,5 Grad Celsius an- steigen wird. Was dies für unsere Vegetation, für die Tierwelt, die Gebirge und nicht zuletzt für uns Menschen bedeutet, kann man sich nur vage ausmalen! Fakt ist, dass seit 10.000 Jahren keine so immense Klimaveränderung stattgefun- den hat und die Ökosysteme mit zahlrei- chen Problemen konfrontiert sind. Gerade der Alpenraum reagiert be- sonders sensibel auf die ansteigen- de Temperatur. In Österreich etwa schnellten die Ganzjahrestemperaturen seit 1880 um 1,8 Grad nach oben, über einen Grad mehr als in anderen europäischen Ländern. Folge sind und waren intensive Nieder- schläge, die für unsere Breitengrade nicht normal sind. Doch warum? Die höheren Temperaturen über dem Atlantik führen zu einer größeren Ver- dunstung und damit zu einem Feuch- tigkeitsanstieg über Europa, der sich in den Alpen in Form von Starknieder- schlägen auswirkt. Wenn also die CO2-Emissionen nicht re-duziert werden, drohen uns weitere und stärkere Niederschläge, Lawinen- abgänge, Muren und Hochwasser. Um welche Gase geht es? Die Emissionsmengen folgender 6 Treibhausgase müssen laut Kyoto-Ver- trag unbedingt und möglichst rasch auf die vorgeschriebenen Ziele redu- ziert werden: Quelle: Kopetz, Heinz G.: Klimaschutzpolitik außer Kontrolle? Klimazukunft in Deiner Hand. Hrsg. vom Ökoso- zialen Forum, Wien Oktober 2003. S. 2.

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