lagen mit Wärmerückgewinnung. An diesem Prinzip der „Entschwendung“ kommt keine nachhaltige Lösung vor- bei. Nur was nicht verbraucht wird, ver- ursacht keine Kosten, keine Emissionen, keinen Arbeitsaufwand, keine Abhän- gigkeiten. Energie nachhaltig bereitstellen Die Zukunft gehört ganz eindeutig den erneuerbaren Energieträgern. Wasser- kraft, Biomasse, Solarwärme, Photo- voltaik, Wind, Geothermie. Noch deutli- cher: Energiesysteme auf der Basis fos- siler Energieträger sind in jeder Hin- sicht problematisch und riskant: Ökolo- gisch, ökonomisch und auch gesell- schaftlich. Punkto Energieversorgung müssen wir unsere Häuser krisensicher, unabhängig und veränderungsbereit machen: Mit einer Abstützung der Gebäude-Energie- versorgung auf mehreren Standbeinen mit Elementen autarker Energieauf- bringung und mit Berücksichtigung der Möglichkeit eines späteren Energieträ- gerwechsels: Kamine vorsehen, Brenn- stoff-Lagerräume vorhalten, Anschlüsse an eventuelle Fernwärmenetze voraus- schauend einplanen. Wir leben im Energieverbund und vie- les lässt sich im Verbund erreichen. Dennoch sind Elemente der Energie- autarkie wesentlich, was nicht zuletzt der Gasstreit mit der Ukraine gezeigt hat. ENTSCHEIDUNGSHILFEN Für Bauherren ist die beste Entschei- dungshilfe auf dem Weg zum nachhal- tig guten Gebäude die Begleitung durch professionelle Planer und PlanerInnen. Angesichts der ebenso erfreulichen wie verwirrenden Fülle von Prinzipien, Materialien, Technologien bewährt es sich immer, die eigene Bauaufgabe Profis anzuvertrauen. Sowohl in der Planung als auch in der Ausführung. Vermeintliche Sparsamkeit an diesen Stellen kann in jeder Hinsicht katastro- phale Spätfolgen haben. Wobei auch die Wahl des/der richtigen Planers/Planerin selbst ein Schlüssel ist. Gute Planer erkennen sie daran, dass sie bei der Übersetzung und For- mulierung der eigenen Bedürfnisse helfen und dann diese verwirklichen, nicht sich selbst. Planern ihrerseits stehen heute zahl- reiche gut brauchbare Planungswerk- zeuge aus dem Bereich der Gebäude- Physik zur Verfügung, die eine voraus- schauende Optimierung des Komforts, des Energieverbrauchs und der Kosten ermöglichen. Unter der Bezeichnung des Klima-Engineerings hat sich eine eigene Fachplanungsdisziplin an der Schnittstelle von Architektur, Bauphy- sik und Haustechnik herausgebildet, die an der Schnittstelle von Architek- tur, Konstruktion und Technik wertvol- le Entscheidungsgrundlagen hin zu einem effizienten und funktionalen Gebäude liefert. Die Donau-Universität Krems hat sich auf die Weiterbildung von sowohl Architektur als auch Fachplanern spe- zialisiert und bietet seit kurzem sogar einen internationalen, englischspra- chigen Universitätslehrgang „Future Building Solutions, MSc“ mit seinen beiden Vertiefungen „Solararchitek- tur“ und „Klima-Engineering“ an. ArchitektInnen und Fachingenieure erlernen hier Wissen und Methoden der Planung nachhaltiger, klimage- rechter Gebäude, die auch noch mor- gen halten, was sie heute versprechen. DI Dr. techn. Peter Holzer Tel.: +43 2732 893 2650 Mail: peter.holzer@donau-uni.ac.at Arch. DI Dr. techn. Renate Hammer, MAS Tel.: +43 2732 893 2655 Mail: renate.hammer@donau-uni.ac.at Donau-Universität Krems Department für Bauen und Umwelt www.donau-uni.ac.at/dbu GEBAUT FÜR DIE EWIGKEIT 34
