ENERGIESPAREN 36 Dämmen ist Energiesparen Neben einem Umstieg auf alternative Energien ist es vor allem die Wärme- dämmung eines Gebäudes, die am wirksamsten und kostengünstigsten zum aktiven Umweltschutz beiträgt. In wenigen Schritten können alte Bau- fehler behoben, ein Gebäude saniert und für die Zukunft gerüstet werden. Wärmedämmungen sorgen für länger anhaltende Wärme in den Räumen im Winter, und kühlere Innenraumluft im Sommer. Grundsätzlich gilt es zu beachten, dass ein Baustoff wie etwa Beton oder auch Holz niemals diese Wärmedämm- eigenschaften aufbringen kann, die ein Dämmstoff liefert. Die Wärme ent- weicht über Wärmebrücken an Fens- tern, Türen, Balkonen, Erkern und das Dach. Eine gute Wärmedämmung bedeutet eine möglichst geringe Wärmeleitung der Baustoffe. Je kleiner also der W/mK–Wert, desto besser die Däm- mung. Der U-Wert wiederum gibt an, welche Wärmemenge pro Sekunde und m2 durch einen Bauteil strömt, wenn die Temperaturdifferenz zwi- schen den beiden Seiten 1° C beträgt. Er wird zur Berechnung der Wärme- verluste durch die Bauteile eines Hau- ses herangezogen. Lassen Sie sich diese Werte von Fachleuten berechnen um einen Überblick zu erhalten, wie gut und sicher Ihr Eigenheim wirklich gedämmt ist. Warum baulicher Wärmeschutz? Um sich wohl und behaglich zu fühlen, ist es nötig, die Raumlufttemperatur und die innere Oberflächentemperatur der Außenwand in ein bestimmtes Ver- hältnis, den so genannten „Behaglich- keitsbereich“ zu bringen. Ist die Oberflächentemperatur zu gering, wird man sich in dem Raum nicht wohl fühlen, man wird frieren, obwohl die Raumtemperatur vielleicht sogar 20 Grad beträgt. Die fehlende Behaglichkeit versucht man dann mit erhöhtem Heizen zu erreichen, was jedoch äußerst unwirtschaftlich ist auf Dauer. Sind die Außenwände hingegen gut gedämmt, haben sie eine anhaltend hohe Oberflächentemperatur, die Raum- temperatur kann also gesenkt werden, ohne dass man sich unwohl fühlt. Alle Bauteile sind speicherwirksame Masse. Ein ausreichendes Wärmespei- chervermögen der Bauteile verhindert demnach ein Überhitzen der Räume in den warmen Monaten (die Wärme wird ja gespeichert) und das „Baracken- klima“ kann vermieden werden. Die wichtigsten Einflüsse auf die speicher- wirksame Masse haben das Raumge- wicht und die Lage der Dämmschicht. Ist diese innen angebracht wird die speicherwirksame Masse verringert, im Gegensatz zu einer Außendäm- mung, die den Grad der Speicherwirk- samkeit deutlich erhöht. Ab einer Dämmdicke von etwa 20 Zentimetern nimmt die speicherwirksame Masse nicht mehr weiter zu, was bedeutet, dass Wände mit 38 oder 45 cm Dicke keine höhere speicherwirksame Masse aufweisen. Foto: WP Foto: Fixit
