10:42:05 - Bauhandbuch 2009

und Kellermauern müssen wärmege- dämmt und Wärmebrücken verhindert werden. Auch kommt es zu einer er- höhten Druckbelastung durch mecha- nische Beanspruchungen (Fahrräder, PKW, Ballspiele…). b) Kellerdämmung Durch die Perimeterdämmung, also die Wärmedämmung der Kelleraußen- wand, wird der Wärmeabfluss verhin- dert. Auf eine Perimeterdämmung sollte nicht verzichtet werden, schon allein, um im Falle eines Kellerausbaus zu Wohnraum (Fitnessraum, zusätzli- ches Schlafzimmer, Gästeraum) Zu- satzkosten und nachträgliche Ausgra- bungen zu verhindern. Ebenfalls zur kompletten Kellerdäm- mung gehört die Bearbeitung des Fun- daments. Dort ist der Kontakt zum kal- ten Untergrund am größten, deshalb ist hier eine Bodendämmung unum- gänglich. Die Vorschriften zu erdberührten Wän- den und Böden liegen (gleich wie bei Außenwänden) bei etwa 0,40 U(k). Niedrigenergiehäuser sollten eine Dicke von mind. 100 mm aufweisen, Passiv- häuser sogar 200 mm. Die empfohlenen Dämmstoffe hier sind Blähglimmer, Blähperlite, EPS, Flachs, Glaswolle, Holzfaserdämmplatten, Holz- wolle-Dämmplatten, Kokosfaser, Kork, PUR, Schafwolle, Schaumglas, Stein- wolle, Stroh, Styropor, XPS und Zellu- lose. c) Decken- und Trittschalldämmung Ungedämmte Decken und Böden sind verantwortlich für hohe Wärmeverlus- te und das unangenehme Gefühl, dass ein Raum nie richtig warm wird. Mit Hilfe von Wärmedämmplatten – die leicht auch selbst zu verlegen sind – erreicht man eine optimale Dämmung der zum Erdreich liegenden oder zu beheizten wie auch unbeheizten Räumen. Ebenfalls wichtig ist hier die Tritt- schalldämmung, da Lärm als eine große Umweltbelastung eingestuft wird. Die höchst wirksamen und wirt- schaftlichen Trittschallplatten sorgen außerdem für verbesserten Luftschall- schutz, eine ausgezeichnete Wärme- dämmung und eine geringe Zusam- mendrückbarkeit. Anwendungsbeispiele sind die Tritt- schalldämmung auf schwimmendem Estrich oder unter Fußbodenheizungen. d) Dämmung der obersten Geschoßdecke Egal ob der Dachboden ausgebaut ist oder nicht, die oberste Geschoßdecke muss in jedem Fall gedämmt werden. Die meisten Wärmeverluste zeichnen sich nämlich in diesem Bereich eines Gebäudes ab. Leichter als mit der Isolierung der obersten Geschoßdecke lassen sich kaum Energiekosten sparen. Dämm- stoffe, die dafür verwendet werden sollten sind Baumwolle, Blähglimmer, EPS, Flachs, Glaswolle, Hanf, Holz- ENERGIESPAREN 39 Foto:www.aboutpixel.de/boscopics Foto: www.aboutpixel.de/stormpic

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